Point-and-Shoot #1: Freedom Plaza

June 03, 2013

 

Die Freedom Plaza liegt östlich des Weißen Hauses an der Pennsylvania Avenue, zwischen 13. und 14. Straße. In der Nähe befindet sich der Pershing Park und das Willard Hotel, die Museen entlang der Natio­nal Mall liegen in Fußentfernung. Die Oberfläche des 1980 gebauten Platzes ist ein steinerner Stadt­plan, der Teile des ursprünglichen Straßen­layouts zeigt, das Pierre L'Enfant bei der Gründung von D.C. vorgeschla­gen hatte. Einem größeren Publikum wurde die Freedom Plaza bekannt, nachdem sich im Herbst 2011 die Occupy-DC-Be­wegung dort niedergelassen hatte.

An seinem südlichen Ende wird der Platz von einer Mauer begrenzt, auf der eine Reihe großer Pflanzen­schalen stehen. Dort sieht man des Öfteren professionelle Fotografen und Videofilmer bei der Arbeit. Ihre Ob­jek­ti­ve sind nach Südwesten ausgerichtet, sie zeigen genau auf das Kapitol und die davor liegende Pennsylvania Avenue:

Washington D.C.: Capitol and Pennsylvania Avenue

Je nach Jahreszeit kann es sinnvoll sein, auf eine der Schalen zu klettern, oder - wie hier - von der Sei­ten­mauer der Treppe aus zu fotografieren. Bei einer Brennweite von etwa 300 mm ist es wichtig, die Ver­schlusszeit kurz zu halten. Maximal eine fünfhundertstel Sekunde sollte es sein, um nicht zu verwac­keln! Lässt das Licht so kurze Zeiten nicht zu, ist ein Bildstabilisator hilfreich, oder - wie in alten Zeiten - ein stabiles Stativ.

Die Entfernung zum Kapitol beträgt etwa zwei Kilometer. Bei diesigem Wetter führt das dazu, dass das Ge­bäude nicht mehr ausreichend klar und kontrastreich abgebildet wird. Das Gleiche gilt an heißen Tagen, wenn die aufsteigende Luft Details verschwimmen lässt. Am besten eignet sich ein klarer, sonniger, nicht allzu war­mer Nachmittag, idealerweise nach einem Regenguss.

Das Foto wurde an einem Januar-Nachmittag aufgenommen. Kein Laub behindert den Blick, und die seit­lich einfallende Sonne arbeitet die Struktur der Fassade perfekt heraus. Das Bild lebt vom Kontrast zwischen den hellen Gebäuden und der schattigen Straße. Primäres visuelles Zentrum ist die Kuppel des Kapitols, aber auch die anderen Ge­bäude und die belebte Straße sind wichtige Blickpunkte, die das Foto lebendig machen.

Point-and-Shoot ist eine Reihe, die ich für die "DMA-Info-Mail" der Partner-Organisation des Auswärtigen Amts entwickelt habe. Sie führt in loser Folge zu besonderen Locations in D.C. und Umgebung und zeigt - meist abseits der breiten Touristenpfade - die Entstehung eines interessanten Fotos und den Ort, an dem es aufgenommen wurde. Das obige Foto befindet sich in der Galerie DC et cetera und kann als Fine-Art-Print erworben werden. 

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